Sehenswertes in Ückeritz
Wockninsee
Am östlichen Ortsrand führt ein Naturlehrpfad ins Naturschutzgebiet Wockninsee. Über die Flora und Fauna des seit 1967 geschützten, 50 ha großen Biotops informieren Schautafeln. Inmitten des Naturschutzgebietes liegt der Wockninsee selbst, der seit der letzten Eiszeit zunehmend verlandet und inzwischen durch einen Schilfgürtel zweigeteilt ist. Ein Flachmoorgürtel und ein Erlenbruchwald, in denen sich seltene Pflanzen wie die Moorbirke, die Kriechweide und der Faulbaum angesiedelt haben, umranden die Wasserflächen. Obwohl das Seeufer selbst nicht zugänglich ist, gibt es doch eine erhöht angelegte Kanzel, die eine schöne Aussicht über die Idylle der Natur bietet. Mit etwas Glück lassen sich hier sogar Wildgänse oder die selten gewordene Sumpfschildkröte beobachten. Selbst harmlose Ringelnattern schlängeln sich hier von Zeit zu Zeit über die Wege rund um den Wockninsee.
Gesteinsgarten
Zu einer historischen Reise durch Raum und Zeit etwa 13.000 Jahre zurück bis an das Ende der letzten Eiszeit lädt der Gesteinsgarten in Neu Pudagla ein. Ob Erstarrungsgesteine, Sedimentgesteine oder Umwandlungsgesteine – sie sind alle Zeugen einer eisigen Vergangenheit und ziehen die Begeisterung der Besucher auf sich. Wissenschaftlich dokumentiert erzählen die rund 140 aufgestellten Geschiebe, die unter anderem aus Finnland, Südschweden und Bordholm stammen, auch immer die Geschichte ihrer langen und ereignisreichen Reise. Der älteste Findling ist fast zwei Milliarden Jahre alt, der schwerste bringt ein stolzes Gewicht von sieben Tonnen auf die Waage.
Forstamt
In den Augen der Chinesen gilt sie als wahres Glückssymbol: die Fledermaus. Eines der schönsten Naturschauspiele erwartet die Gäste im Juli im Forstamt Neu Pudagla. Hunderte Glück bringende Flugakrobaten – angefangen bei den Abendseglern über die Zwergfledermäuse bis hin zu den Rauhautfledermäusen – schwärmen zur Nahrungssuche aus ihren Quartieren hinaus in die Dämmerung: Im Waldkabinett, der früheren Forstscheune des Forstamtes, werden außerdem eine Pilz- und Fossiliensammlung sowie heimische Hölzer gezeigt. Von jeder der rund 45 auf Usedom vertretenen Baumarten werden Blüten, Blätter und Früchte vorgestellt. Im Waldkabinett beginnt außerdem eineLehrpfad, auf dem es nicht nur ein Insektenhotel gibt, sondern auch eine Fledermausburg und zahlreiche Frühlingsblütler. Führungen durch die waldreiche Region können in der Kurverwaltung gebucht werden.
Heimatstube
Die liebevoll gestaltete Ausstellung über die Heimatgeschichte befindet sich im alten Schulgebäude in der Nähe des Bahnhofs Ückeritz. Neben vielen Dokumenten aus der Ückeritzer Geschichte sind hier auch die Vereinsfahne des Ückeritzer Bürgervereins aus dem Jahre 1898 und bearbeitete Steine zu sehen, die einst in der Umgebung des Ortes gefunden worden sind und von der frühgeschichtlichen Besiedlung der Insel Usedom zeugen. In der Heimatstube trifft sich auch die Plattdeutsche Runde regelmäßig – eine Vereinigung, die sich mit der plattdeutschen Sprache und deren Erhaltung beschäftigt. Tausendjährige Eichen Am Bahnübergang von Stagnieß gibt es einen imposanten Eichenwald. Die älteste Eiche wird auf 400 Jahre geschätzt und misst einen Stammumfang von fast vier Metern.





