Ostseebad Koserow
Eine alte Sage erzählt vom Untergang der Stadt Vineta, die einst vor Koserow gelegen hat. Der Hochmut und die Verschwendungssucht ihrer Bewohner führten dazu, dass Vineta im Meer versank.
Genau hier, wo einst Vineta in der Ostsee versunken sein soll, erwartet die Gäste heute am Fuße der zweithöchsten Erhebung der Insel Usedom, dem Streckelsberg, ein beschauliches Seebad, das während der Sommermonate mit Theater in ebenso außergewöhnlicher wie einzigartiger Atmosphäre lockt. Nur unweit vom Strand und den rauschenden Wellen entfernt lockt die Veranstaltungsreihe "Klassik am Meer" in der Koserower Kirche, dem ältesten Gotteshaus an der Usedomer Küste. Das ursprüngliche Mauerwerk des im 13. Jahrhundert erbauten Sakralbaus wird noch heute im Mittelteil der Nordseite mit seinen kleinen frühgotischen Fensteröffnungen und dem schlicht geformten dreistufigen Spitzbogen des alten Eingangs bewundert.
Auf der Koserower Seebrücke lässt es sich nicht nur wunderbar über die Wellen der Ostsee spazieren. Von hier aus genießen Sie auch ganzjährig das einzigartige Steilküsten-Panorama.
Nur wenige Meter von der Seebrücke entfernt zeugen die Koserower Salzhütten von der Bedeutung des Fischfangs im 19. und 20. Jahrhundert. Um 1820 erbaut, dienten die reetgedeckten Häuschen einst der Lagerung von Salz. Im 19. Jahrhundert war die Fischerei der bedeutendste Wirtschaftszweig auf der Insel. Vor Usedom tummelten sich riesige Heringsschwärme in der Ostsee. Die Fischer nutzten das in den Koserower Salzhütten gelagerte Salz, um den fangfrischen Hering haltbar und transportfähig zu machen. Heute ist das Salz zwar verschwunden, die ländliche Fischeratmosphäre und der Charme von einst aber sind geblieben. Heute sind die Koserower Salzhütten vor allem in der warmen Jahreszeit von einem ganz besonders romantischen Ambiente geprägt: Unter den Fischernetzen im reetgedeckten Fachwerksbau "Uns Fischers Arbeitshütt" geben sich Verliebte gern im kleinsten Kreis das Ja-Wort.







